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Alltägliches

Mittwoch, 19. März 2008

Wo bleiben bloss soziale Kompetenz und Intelligenz

Vor einigen Tagen ist bei einem Gerangel vor der Volksschule eine Mitschülerin meiner Tochter am Auge erwischt worden. Die 7-Jährige weinte und - da sich sonst niemand von den vielen AbholerInnen angesprochen fühlte *stauuun* - versuchte ich die Kleine zu trösten und abzuschätzen, ob sie "ernsthaft" verletzt war. Meine Erste-Hilfe-Kenntnisse sind nicht die besten und da das Mädchen nicht aufhörte zu weinen, brachte ich sie zum Direktor, der sich mehrfach und überschwänglich bedankte. Der Religionslehrer nannte mich einen "Engel unserer Zeit". Mir schien das alles ziemlich übertrieben. Sind wir denn heute schon so weit, dass solch winzige Mitmenschlichkeiten keine Selbstverständlichkeit mehr sind, sondern derart beredenswert wurden?

Heute, erst drei Tage fernab der Heimat, erkenne ich, dass wir tatsächlich wohl mehrheitlich so weit sind.

So wie etwa gestern, als ich im Saunabereich meine Sachen auf eines der freien Betten lege. Um einen Saunagang und 15 Minuten später festzustellen, dass jemand meine Sachen einfach ins Hotelkörberl gestopft hat, um sich (m)ein freies Bett zu organisieren. Auf meine Frage, wie denn sowas passieren konnte, zumal es ja ohnehin mehrere andere freie Liegen gab: Ich wollte aber hier liegen und da könnte ja jeder kommen und sich stundenlang ein Bett reservieren ... *häää?*

Oder als mich heut am Ende der Liftwarteschlage eine junge Frau abgeschossen hat, weil ich "im Weg" *hääää??* stand (wie wohl auch die anderen 50 Leute, die sich grade zum Einchecken beim Sessellift anstellten ...).

Das Damen(!)Klo auf der Schihütte am Berg sieht schon mittags aus wie nach einer wilden Schlacht, Klorollenreservebehälter sind auf- und abgerissen, kilometerlange Klopapierschlangen kugeln kreuz und quer in der Gegend rum und die Papierhandtücher beim Waschbecken landen auch dann neben dem dafür vorgesehenen Abfalleimer, wenn dieser nicht voll ist.

Schier werden heutzutage offenbar nur mehr selten in die Schiständer vor der Hütte gestellt, denn mehrheitlich liegen diese in einer Vielzahl einfach am Boden vor denselben rum. Dass allen anderen dadurch der Zugang erschwert wird, kleine Kinder verletzungsgefährdet sind ... wen kümmert's?

Eine Kollegin wurde vor ein paar Wochen auf der Piste von einem jugendlichen Pistenrowdy so k.o. gefahren, dass sie mehrere schwere Knieoperationen über sich ergehen lassen muss(te) und nur unter höchsten Schwierigkeiten ihrer selbständigen Berufstätigkeit weiter nachgehen kann. Nein, von der Versicherung gibt's nix und Schadenersatz auch keinen. Denn der Rowdy ist einfach abgehauen und wenn er auch als Einheimischer in dem kleinen Ort leicht zu ermitteln sein könnte - das Dorf schweigt und der Polizeibericht spricht davon dass "... der Tatverdächtige einem großen Personenkreis bekannt sein dürfte ...".

Und überrascht stelle ich fest, dass wohl tatsächlich kaum mehr in "miteinander" gedacht und getan wird und viele nur nach dem eigenen Vorteil und der eigenen Bequemlichkeit streben.

Und ich versuche langsam wieder meinen Mund zu schliessen ...

Freitag, 28. Dezember 2007

Es lebe die Homöopathie

Freitag vor Weihnachten. Laurie sieht nicht wirklich gut aus. Die Lider hängen auf Halbmast und die Backen sind komisch rot. Ah ja, heiss ist sie auch. Ein bisserl Husten und Schnupfen. Da ringsum so gut wie alle erkältet sind, nehm ich das nicht so ernst und krame aus meinem Fundus die homöopathischen Reste von den letzten Attacken hervor: Viruspäckchen, Grippepäckchen, eins zum Auflegen gegen Fieber, eins gegen Husten. Ich braue Tee, bedufte mit Thymian, Rosmarin und Mandarine in der Aromalampe, schwäche ab mit Energiearbeit und lese vor und tröste.

Der Heilige Abend mit all seinen Aufregungen bringt (kurzfristige) Besserung, einmal flackert das Immunsystem beim Anblick der vielen Geschenke noch auf ;-)

Aber ein neuerliches Down folgt und natürlich sind Feiertage und weder Arzt noch innig geliebte Homöopathin sind erreichbar. Da müssen wir durch, denk ich beim Entsorgen von endlos vielen angeschneuzten Taschentüchern hoffnungsvoll.
Am Donnerstag fiebert Laurie nun schon eine Woche und ich muss entmutigt zugeben, dass sie auf alle homöopathischen Gaben diesmal nicht angesprochen hat. Überrascht stelle ich fest, dass unser Kinderarzt heuer zwischen den Feiertagen ordiniert und schnappe die arme Lauretta zum Doktor. Ein Blick in ihren Hals: Schwere Angina!

Nicht nur ich bin überrascht: Das Kind hat ja überhaupt nie über Halsschmerzen geklagt. Aufgrund der vergangenen sieben Tage Leidensweg droht Dr. Sator mit Antibiotikum. Aber jetzt ist es uns bereits über sechs Jahre lang gelungen ohne Einsatz von Pharmazeutika auszukommen - ich will keine Bombe!
"Habt's auch ein Angina-Packerl g'nommen?" fragt der Herr Doktor, der ja auch nur im unvermeidlichen Fall die chemische Keule einsetzt. Hoffnungsvoll verneine ich - wie auch, wenn der Hals nicht weh getan hat!

Also kriegen wir ein Angina-Packerl und 24 Stunden Galgenfrist. Mittags beginnen wir die neue homöopathische Therapie, abends hab ich schon das Gefühl von Besserung. Am nächsten Morgen springt eine völlig fieberfreie gut gelaunte Laurie aus dem Bett. Schon nächtens hat sie kaum mehr gehustet und voller neugeborenem Appetit kommt sie in die Küche getanzt.

16.00 - Kontrolle bei Dr. Sator. Fazit: Sag ma, es woar nix ;-)

Und die Moral von der Geschichte: Richtig angewendet ist die Homöopathie keine 50:50 Chance, die "vielleicht" hilft. Wichtig sind jedoch die richtige Diagnose und die erfahrende HomöopathIn, die das richtige Mittel einzusetzen weiß!

TOP-TIPP: Health Energy Consulting, Maria Liedermann!

Dienstag, 18. Dezember 2007

Schnee & Eis: Gehsteige richtig räumen

Der Winter sorgt nicht nur für Hochsaison auf den Schipisten, sondern bringt für Hausbesitzer auch die Mühen des Schneeräumens mit sich. So müssen die Gehsteige von Grundstücken, die an Verkehrsflächen angrenzen, nach Schneefällen geräumt werden, damit diese zwischen 6 und 22 Uhr begehbar sind. Grundsätzlich haften Hauseigentümer.

Um die Suche nach möglichst umweltschonenden Methoden im Umgang mit Eis und Schnee zu erleichtern, haben „die umweltberatung" und die NÖ Arbeiterkammer die Broschüre „Eis und Schnee" mit den Auswirkungen der gebräuchlichsten Streumittel zusammengestellt. Dazu gibt es allgemeine Empfehlungen rund um die Schneeräumung, die Streuung von Salzen und zum Fahrverhalten. Weiters ist ein eigenes Kapitel den gesetzlichen Anforderungen und Haftungsfragen gewidmet.

Der Folder „Eis und Schnee" steht auf Umweltberatung.atzum kostenlosen Download bereit.

Umweltschäden durch intensive Salzstreuung sind besonders in den Städten an den Blättern geschädigter Alleebäume sichtbar. Ein durch Salzstreuung geschädigter Baum braucht mehr als sechs Jahre, um sich wieder zu erholen. Auch außerhalb der Stadt ist der Einfluss der Salzstreuung durch stark erhöhte Chloridwerte im Grundwasser zu erkennen. Weitere unerwünschte Nebenwirkungen von Streumitteln sind die Beeinträchtigung der Böden, die Verätzungsgefahr für Haustierpfoten, die Staubbelastung der Luft sowie verstärkte Korrosion von Betonbauteilen, Stahlträgern und Kfz-Karosserien.

Nähere Informationen: „die umweltberatung" Niederösterreich, Telefon 02742/718 29, NÖ Arbeiterkammer, Telefon 05/7171-1616.

Montag, 17. Dezember 2007

In dreizehn Tagen und ein paar Stunden ...

... geht die neue Wein4tlerin online und damit auch die Klatsch-und-Tratsch-Ecke für Alltägliches und Besonderes ...

Ich wünsch Euch schon jetzt viel Spaß hier :-)

Die Weinviertlerin.

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