Wo bleiben bloss soziale Kompetenz und Intelligenz
Vor einigen Tagen ist bei einem Gerangel vor der Volksschule eine Mitschülerin meiner Tochter am Auge erwischt worden. Die 7-Jährige weinte und - da sich sonst niemand von den vielen AbholerInnen angesprochen fühlte *stauuun* - versuchte ich die Kleine zu trösten und abzuschätzen, ob sie "ernsthaft" verletzt war. Meine Erste-Hilfe-Kenntnisse sind nicht die besten und da das Mädchen nicht aufhörte zu weinen, brachte ich sie zum Direktor, der sich mehrfach und überschwänglich bedankte. Der Religionslehrer nannte mich einen "Engel unserer Zeit". Mir schien das alles ziemlich übertrieben. Sind wir denn heute schon so weit, dass solch winzige Mitmenschlichkeiten keine Selbstverständlichkeit mehr sind, sondern derart beredenswert wurden?
Heute, erst drei Tage fernab der Heimat, erkenne ich, dass wir tatsächlich wohl mehrheitlich so weit sind.
So wie etwa gestern, als ich im Saunabereich meine Sachen auf eines der freien Betten lege. Um einen Saunagang und 15 Minuten später festzustellen, dass jemand meine Sachen einfach ins Hotelkörberl gestopft hat, um sich (m)ein freies Bett zu organisieren. Auf meine Frage, wie denn sowas passieren konnte, zumal es ja ohnehin mehrere andere freie Liegen gab: Ich wollte aber hier liegen und da könnte ja jeder kommen und sich stundenlang ein Bett reservieren ... *häää?*
Oder als mich heut am Ende der Liftwarteschlage eine junge Frau abgeschossen hat, weil ich "im Weg" *hääää??* stand (wie wohl auch die anderen 50 Leute, die sich grade zum Einchecken beim Sessellift anstellten ...).
Das Damen(!)Klo auf der Schihütte am Berg sieht schon mittags aus wie nach einer wilden Schlacht, Klorollenreservebehälter sind auf- und abgerissen, kilometerlange Klopapierschlangen kugeln kreuz und quer in der Gegend rum und die Papierhandtücher beim Waschbecken landen auch dann neben dem dafür vorgesehenen Abfalleimer, wenn dieser nicht voll ist.
Schier werden heutzutage offenbar nur mehr selten in die Schiständer vor der Hütte gestellt, denn mehrheitlich liegen diese in einer Vielzahl einfach am Boden vor denselben rum. Dass allen anderen dadurch der Zugang erschwert wird, kleine Kinder verletzungsgefährdet sind ... wen kümmert's?
Eine Kollegin wurde vor ein paar Wochen auf der Piste von einem jugendlichen Pistenrowdy so k.o. gefahren, dass sie mehrere schwere Knieoperationen über sich ergehen lassen muss(te) und nur unter höchsten Schwierigkeiten ihrer selbständigen Berufstätigkeit weiter nachgehen kann. Nein, von der Versicherung gibt's nix und Schadenersatz auch keinen. Denn der Rowdy ist einfach abgehauen und wenn er auch als Einheimischer in dem kleinen Ort leicht zu ermitteln sein könnte - das Dorf schweigt und der Polizeibericht spricht davon dass "... der Tatverdächtige einem großen Personenkreis bekannt sein dürfte ...".
Und überrascht stelle ich fest, dass wohl tatsächlich kaum mehr in "miteinander" gedacht und getan wird und viele nur nach dem eigenen Vorteil und der eigenen Bequemlichkeit streben.
Und ich versuche langsam wieder meinen Mund zu schliessen ...
Heute, erst drei Tage fernab der Heimat, erkenne ich, dass wir tatsächlich wohl mehrheitlich so weit sind.
So wie etwa gestern, als ich im Saunabereich meine Sachen auf eines der freien Betten lege. Um einen Saunagang und 15 Minuten später festzustellen, dass jemand meine Sachen einfach ins Hotelkörberl gestopft hat, um sich (m)ein freies Bett zu organisieren. Auf meine Frage, wie denn sowas passieren konnte, zumal es ja ohnehin mehrere andere freie Liegen gab: Ich wollte aber hier liegen und da könnte ja jeder kommen und sich stundenlang ein Bett reservieren ... *häää?*
Oder als mich heut am Ende der Liftwarteschlage eine junge Frau abgeschossen hat, weil ich "im Weg" *hääää??* stand (wie wohl auch die anderen 50 Leute, die sich grade zum Einchecken beim Sessellift anstellten ...).
Das Damen(!)Klo auf der Schihütte am Berg sieht schon mittags aus wie nach einer wilden Schlacht, Klorollenreservebehälter sind auf- und abgerissen, kilometerlange Klopapierschlangen kugeln kreuz und quer in der Gegend rum und die Papierhandtücher beim Waschbecken landen auch dann neben dem dafür vorgesehenen Abfalleimer, wenn dieser nicht voll ist.
Schier werden heutzutage offenbar nur mehr selten in die Schiständer vor der Hütte gestellt, denn mehrheitlich liegen diese in einer Vielzahl einfach am Boden vor denselben rum. Dass allen anderen dadurch der Zugang erschwert wird, kleine Kinder verletzungsgefährdet sind ... wen kümmert's?
Eine Kollegin wurde vor ein paar Wochen auf der Piste von einem jugendlichen Pistenrowdy so k.o. gefahren, dass sie mehrere schwere Knieoperationen über sich ergehen lassen muss(te) und nur unter höchsten Schwierigkeiten ihrer selbständigen Berufstätigkeit weiter nachgehen kann. Nein, von der Versicherung gibt's nix und Schadenersatz auch keinen. Denn der Rowdy ist einfach abgehauen und wenn er auch als Einheimischer in dem kleinen Ort leicht zu ermitteln sein könnte - das Dorf schweigt und der Polizeibericht spricht davon dass "... der Tatverdächtige einem großen Personenkreis bekannt sein dürfte ...".
Und überrascht stelle ich fest, dass wohl tatsächlich kaum mehr in "miteinander" gedacht und getan wird und viele nur nach dem eigenen Vorteil und der eigenen Bequemlichkeit streben.
Und ich versuche langsam wieder meinen Mund zu schliessen ...
die-weinviertlerin - 19. Mrz, 16:05